Wer als Bauunternehmen oder Kommunaler Bauhof Baumaschinen kaufen möchte, steht meistens vor der gleichen Reihe von Fragen: Lohnt sich eine Neumaschine oder tut es auch eine Gebrauchte? Wie prüft man eine gebrauchte Baumaschine seriös, ohne beim ersten Einsatz eine böse Überraschung zu erleben? Welche Steuervorteile lassen sich nutzen, und wie viel Geld verlässt am Ende wirklich das Konto?
Wir bei Ochsenkühn Baumaschinen beraten Kunden zu genau diesen Fragen seit 1998. In vielen Fällen ist die Antwort weniger eindeutig, als man denkt, weil die richtige Entscheidung stark vom Einsatzprofil, von der Auslastung und von der steuerlichen Situation des Betriebs abhängt. In diesem Ratgeber zeigen wir, wann sich das Kaufen einer Baumaschine tatsächlich rechnet, worauf Sie bei Neu- und Gebrauchtmaschinen achten sollten, welche steuerlichen Instrumente aktuell verfügbar sind und wie Sie den passenden Händler erkennen.
Wann sich der Kauf einer Baumaschine wirklich lohnt
Bevor Sie überhaupt entscheiden, ob Sie neu oder gebraucht kaufen wollen, sollten Sie die grundlegendere Frage klären: Ist Kauf für Ihre Situation überhaupt der richtige Weg, oder ist die Miete wirtschaftlicher?
Nach unserer Erfahrung sprechen drei Faktoren klar für den Kauf. Erstens eine hohe Auslastung: Wenn eine Maschine mindestens 800 bis 1.000 Betriebsstunden pro Jahr im Einsatz ist, rechnet sich das Kaufen einer Baumaschine über eine Nutzungsdauer von fünf bis sieben Jahren fast immer besser als die Dauermiete. Zweitens ein stabiles Einsatzprofil: Wenn Sie wissen, dass Ihr Betrieb einen bestimmten Bagger oder Radlader für die nächsten Jahre in genau dieser Größe braucht, ist die Investition planbar. Drittens die Möglichkeit, steuerliche Vorteile wie den Investitionsabzugsbetrag zu nutzen (dazu weiter unten mehr).
Umgekehrt sprechen wechselnde Baustellenanforderungen, schwankende Auftragslage oder die Notwendigkeit, immer die neueste Emissionsstufe einzusetzen, eher für die Miete. Wer sich hier unsicher ist, sollte einen Blick in unseren Mietpark werfen und die beiden Modelle in einer ehrlichen Vergleichsrechnung gegenüberstellen.
Baumaschinen kaufen: Neu oder gebraucht als Kernfrage
Das ist die häufigste Frage, die wir bekommen, sobald sich ein Kunde für den Kauf entschieden hat. Und die Antwort lautet: Es hängt vom Einsatz ab.
Eine Neumaschine liefert kalkulierbare Betriebskosten für die ersten Jahre, volle Herstellergarantie, den aktuellen Stand der Emissionstechnik und in der Regel eine höhere Fahrer-Akzeptanz. Für Unternehmen mit einer dauerhaft hoch ausgelasteten Kernflotte, für Firmen mit hohem Image-Anspruch bei Bauherren oder für Einsätze in Umweltzonen ist die Neumaschine oft die bessere Wahl. Der Nachteil liegt im höheren Anschaffungspreis und im deutlichen Wertverlust in den ersten zwei bis drei Jahren.
Eine Gebrauchtmaschine kostet je nach Alter, Betriebsstunden und Zustand oft nur die Hälfte oder ein Drittel einer vergleichbaren Neumaschine. Der Wertverlust der ersten Jahre ist bereits abgeschrieben, und die eingesetzte Technik ist meist erprobt und ausgereift. Für Betriebe mit begrenztem Investitionsbudget, für Zweit- und Drittmaschinen und für saisonale Einsätze ist der Kauf einer Gebrauchtmaschine häufig die klügere Wahl. Wichtig zu wissen: Die steuerlichen Vorteile über Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung gelten seit der Reform des § 7g EStG ausdrücklich auch für gebrauchte Maschinen.
In unserem Verkauf führen wir sowohl Neu- als auch Gebrauchtmaschinen namhafter Hersteller wie Volvo, Bergmann, Agria und Atlas Copco. Welche Kategorie für Sie passt, klären wir gerne im persönlichen Gespräch. Eine ehrliche Bedarfsanalyse spart am Ende mehr Geld als jeder Preisnachlass.
Was Sie beim Kauf einer gebrauchten Baumaschine prüfen sollten
Wer eine gebrauchte Baumaschine kaufen möchte, sollte sich für die Besichtigung ausreichend Zeit nehmen und im Idealfall einen erfahrenen Techniker mitbringen. Diese Prüfpunkte haben sich in der Praxis bewährt.
Betriebsstunden im Verhältnis zum Baujahr. Eine Maschine aus 2019 mit nur 1.500 Betriebsstunden war entweder wenig im Einsatz oder lange still. Beides wirkt sich auf den Zustand aus. Bei einem Minibagger gelten 3.000 bis 4.000 Betriebsstunden schon als viel, bei einem großen Kettenbagger können 8.000 bis 10.000 Stunden noch völlig unproblematisch sein.
Fahrwerk und Ketten oder Reifen. Bei Kettenbaggern sind Ketten, Laufrollen und Antriebsräder Verschleißteile, deren Austausch schnell in den fünfstelligen Bereich gehen kann. Bei Radbaggern und Radladern sind Reifenzustand, Achslager und Lenkgeometrie zu prüfen.
Hydraulikanlage. Achten Sie auf Ölspuren an Leitungen und Zylindern, hören Sie bei laufender Maschine auf ungewöhnliche Geräusche und lassen Sie sich alle Bewegungen vorführen. Ein schwaches oder unruhiges Hubverhalten deutet oft auf Verschleiß im Hydraulikkreislauf hin, dessen Reparatur teuer werden kann.
Motor. Prüfen Sie das Startverhalten (auch im kalten Zustand), das Abgasbild und den Öl- und Kühlflüssigkeitsstand. Achten Sie auf Leckagen und ungewöhnliche Verfärbungen.
Ausleger, Buchsen, Bolzen und Schweißnähte. Diese Bereiche werden bei starker Beanspruchung schnell zu Problemzonen. Sichtbare Schweißreparaturen sind nicht per se ein Ausschlusskriterium, aber ein Grund für genaueres Hinsehen und einen ehrlichen Preisdialog.
Wartungsnachweise und UVV-Protokolle. Lassen Sie sich lückenlos alle Wartungsdokumente, die letzten Prüfberichte und die Protokolle der UVV-Prüfungen zeigen. Ein seriöser Verkäufer legt diese Unterlagen ohne Aufforderung vor. Fehlen sie, sollten die Alarmglocken schrillen.
Anbaugeräte und Zusatzausstattung. Prüfen Sie den Zustand der mitgelieferten Löffel, Greifer oder Hämmer. Verschlissene Schneiden, dünne Schaufelböden oder abgenutzte Zähne sind zwar meistens keine Deal-Breaker, gehören aber in die Preisverhandlung.
Ersatzteilverfügbarkeit. Bei sehr alten oder exotischen Modellen kann die Versorgung mit Ersatzteilen zum Problem werden. Bei etablierten Marken wie Volvo, Caterpillar oder Liebherr ist das kein Thema, bei Nischenherstellern lohnt eine kurze Recherche vor dem Kauf.
Steuervorteile beim Baumaschinen kaufen: IAB und Sonder-AfA nutzen
Was viele Kunden nicht wissen: Der deutsche Gesetzgeber unterstützt Investitionen in bewegliche Wirtschaftsgüter wie Baumaschinen mit zwei wirkungsvollen steuerlichen Instrumenten, die zusammen einen erheblichen Liquiditätsvorteil bringen.
Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG erlaubt es, bis zu 50 Prozent der geplanten Anschaffungskosten bereits im Jahr vor dem Kauf gewinnmindernd anzusetzen. Das reduziert die Steuerlast im Vorjahr und verbessert die Liquidität für die anstehende Investition. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Gewinn des Vorjahres 200.000 Euro nicht übersteigt und die Investition innerhalb von drei Jahren nach Bildung des IAB erfolgt. Wichtig zu wissen: Seit der Reform des § 7g EStG gilt der IAB ausdrücklich auch für gebrauchte Baumaschinen.
Die Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG ermöglicht seit dem Wachstumschancengesetz zusätzlich zur regulären linearen Abschreibung eine Sonder-AfA von bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten, frei verteilbar auf das Anschaffungsjahr und die vier folgenden Jahre. Auch diese Sonder-AfA gilt für Neu- und Gebrauchtmaschinen.
In Kombination lassen sich damit in den ersten Jahren nach dem Kauf grob 70 Prozent der Anschaffungskosten steuerlich vorziehen. Für einen Bauunternehmer, der einen Bagger für 180.000 Euro anschafft, kann das je nach persönlichem Steuersatz eine Liquiditätsverbesserung im mittleren fünfstelligen Bereich bedeuten.
Wichtiger Hinweis: Die konkrete Ausgestaltung von IAB und Sonder-AfA hängt von Ihrer individuellen Steuersituation ab. Bitte sprechen Sie das mit Ihrem Steuerberater durch, bevor Sie die Investition planen. Die zuständige IHK bietet außerdem kostenlose Merkblätter zum Investitionsabzugsbetrag an. Wir bei Ochsenkühn beraten Sie gerne bei der technischen und wirtschaftlichen Seite der Investition, ersetzen aber keinen Steuerberater.
Finanzierung: Barkauf, Leasing oder Mietkauf
Wer Baumaschinen kaufen möchte, hat neben der klassischen Barzahlung mehrere Finanzierungswege zur Auswahl, die je nach Bilanz-, Steuer- und Liquiditätslage unterschiedlich passen.
Barkauf ist die einfachste Variante, bindet aber Kapital, das oft anderswo besser eingesetzt wäre. Für Betriebe mit hoher Liquidität und stabiler Auftragslage kann sie trotzdem die günstigste Option sein, weil keine Zinsen anfallen.
Klassische Kreditfinanzierung über die Hausbank ist der Standardweg für die meisten Bau- und Handwerksbetriebe. Die Konditionen hängen stark von Bonität und Sicherheiten ab.
Leasing ist besonders für Betriebe interessant, die die Bilanz nicht mit dem vollen Anschaffungswert belasten wollen. Die Leasingraten sind als Betriebsausgabe absetzbar. Am Ende der Laufzeit kann die Maschine je nach Vertrag zurückgegeben, verlängert oder übernommen werden.
Mietkauf kombiniert Elemente aus Miete und Kauf: Der Kunde zahlt monatliche Raten und erwirbt die Maschine am Ende der Laufzeit zu einem meist symbolischen Restwert. Das ist besonders bei mittleren Investitionssummen eine beliebte Variante.
Welcher Weg für Sie passt, hängt von Ihrer Bilanzstrategie, Ihrem Steuerprofil und Ihrer Liquiditätsplanung ab. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und stellen bei Bedarf den Kontakt zu Finanzierungspartnern her.
Baumaschinen kaufen: Beim Fachhändler, im Online-Portal oder auf der Auktion
Der Beschaffungsweg entscheidet nicht nur über den Preis, sondern auch über Ihr Risiko. Kurz zusammengefasst:
Beim Fachhändler kaufen ist der sicherste Weg. Sie bekommen eine geprüfte Maschine, Gewährleistung, oft eine Garantie und einen Ansprechpartner für den Service. Der Preis ist typischerweise höher als bei Auktionen, aber das Risiko einer teuren Überraschung ist deutlich niedriger.
Online-Portale wie Mascus, TruckScout24 oder Kleinanzeigen bieten eine große Auswahl und Preistransparenz. Sie müssen aber selbst prüfen, Transport organisieren und tragen bei Privatverkäufen das volle Risiko. Für erfahrene Käufer mit eigener Werkstatt eine ernsthafte Option, für Einsteiger eher riskant.
Auktionen (etwa Ritchie Bros, Troostwijk, Karner) sind meistens die günstigste Beschaffungsquelle, aber auch die risikoreichste. Prüfzeiten sind oft kurz, Rückgaberecht existiert nicht, und die Konkurrenz treibt die Preise unter Druck. Nur für Kunden mit klarer Kenntnis der Maschine und ausreichender technischer Beurteilungskompetenz zu empfehlen.
Wir verkaufen ausschließlich geprüfte Maschinen mit klarer Historie. Wenn eine Gebrauchtmaschine bei uns auf dem Hof steht, hat sie unsere Meisterwerkstatt durchlaufen und ist einsatzbereit. Das kostet in der Anschaffung etwas mehr als eine Auktionsmaschine, spart aber im Regelfall die späteren Reparaturüberraschungen.
Was Sie beim Baumaschinen kaufen bei Ochsenkühn erwartet
Wir sind seit 1998 in der Baumaschinenbranche und führen im Verkauf sowohl Neu- als auch Gebrauchtmaschinen namhafter Hersteller. Was uns aus Kundensicht auszeichnet:
Ehrliche Bedarfsanalyse vor dem Kauf. Wir empfehlen keine größere Maschine, wenn eine kleinere reicht. Wenn die Miete für Ihren konkreten Einsatzfall die bessere Wahl ist, sagen wir das auch.
Geprüfte Gebrauchtmaschinen aus unserer eigenen Meisterwerkstatt in Berching-Pollanten. Bevor eine Maschine bei uns zum Verkauf steht, wird sie technisch aufbereitet und die Historie geklärt.
Verfügbarkeit bewährter Markengeräte wie Volvo, Bergmann und Atlas Copco, Neu und Gebraucht, mit Unterstützung bei der Auswahl der passenden Zusatzausstattung.
Service und Reparatur durch unsere eigene Werkstatt, auch nach dem Kauf und bei Bedarf mit unserem Servicewagen direkt auf der Baustelle.
Unterstützung bei Finanzierungsfragen und Herstellung des Kontakts zu geeigneten Leasing- oder Mietkaufpartnern.
Wenn Sie eine Baumaschine kaufen möchten
Rufen Sie uns unter 08462 200 524 an, schreiben Sie an kontakt@ochsenkuehn-mietpark.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir schauen uns Ihre Anforderungen an, empfehlen die passende Maschinenklasse und rechnen mit Ihnen die Wirtschaftlichkeit durch, ehrlich und ohne Verkaufsdruck.
Sie erreichen uns Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und Freitag bis 16 Uhr. Wer sich die Maschinen vor Ort ansehen möchte, findet uns in der Gutenbergstraße 5 in Berching-Pollanten. Ein Gespräch mit unseren Technikern klärt viele Fragen schneller als jeder Prospekt, und Sie sehen die Maschinen, um die es geht, direkt in unserer Halle.
Nach über 25 Jahren im Geschäft haben wir gelernt, dass der beste Verkaufsabschluss der ist, bei dem der Kunde ein Jahr später mit einer zweiten Anfrage wiederkommt. Deshalb beraten wir so, wie wir selbst beraten werden möchten.

